HLF 20 mal Zwei

Nach langem hin und her zwischen verschiedenen Fahrzeugtypen und Aufbauten ist nun die Entscheidung durch: Ich möchte zwei identische HLF 20 auf MAN Fahrgestell mit selbstgebautem Aufbau im Fuhrpark haben. Die Aufbauten werden eine Mischung aus verschiedenen Herstellern. Von jedem nur das Beste. Die Grundoptik wird von Lentner sein. Auf einen Heckgeräteraum werde ich verzichten und das Heck komplett nach Schlingmann- Manier gestalten. Der Innenausbau wird eine Mischung aus Lentner und Ziegler während das Innendesign der Mannschaftskabine von Rpsenbauer kommt. Was Ausrüstung und deren Verteilung im Fahrzeug betrifft so habe ich mich bei Frankfurt a.M., Bad Homburg vor der Höhe, den Ziegler- Vorführern und in Stuttgart inspirieren lassen und zusammen mit eigenen Ideen diese Fahrzeuge doppelt so schlagkräftig ausgestattet wie das Vorgänger- Fahrzeug. Hier einige Merkmale:

- 7 Atemschutzgeräte in der Kabine für 1 Fahrzeugführer und 2 dreier- Angriffstrupps (dem zufolge Besatzung 1/7)

- Boden des Mannschaftsraums lässt sich entnehmen. Darunter ist alles frei für große Ausrüstung wie etwa einen Power- Moon

- Erstmaßnahmen bei Gefahrgutunfällen durchführbar (leichte CSA, Notdekon- Set, Druckluftmembranpumpe zum umfüllen von Flüssigkeiten)

- Sprungpolster

- Wärmebildkamera

- zwei kleine Kompaktaggregate mit 2x 10m Schlauch statt großes Aggregat mit Haspeln (hydraulisches Rettungsgerät)

- zwei Haspeln statt einer (einmal Schlauch und einmal Geräteträger Verkehr)

- Kein Dachaufstieg sondern Entnahmehilfen für alle Gegenstände

- Allrad- statt Straßenfahrgestell

Außerdem bin ich das ganze Fahrzeug von Grund auf anders angegangen. Beim RW habe ich den Gerätekoffer gebaut und wollte dann die Beladung reinpuzzeln was nicht geht oder schwer deshalb steht er jetzt still und kann nicht verwendet werden. Bei den HLF habe ich auf Papier 1:1 Zeichnungen gemacht und auf dem Papier die Geräte reingepuzzelt in dem ich mit den Breiten der Geräteräume gespielt habe. Jetzt baue ich den Koffer und weiß schon das alles passt wie ich es brauche. Von Oktober 2015 bis März 2016 habe ich einige Ausrüstungsgegenstände gemacht und den Koffer geplant, gezeichnet, ausgeschnitten und zusammen geklebt. Jetzt warte ich nur noch auf Lackier- Wetter das ich Ausrüstung und Fahrzeuge lackieren kann. Bei diesen beiden Fahrzeugen habe ich mir mehr zeit bei der Planung gelassen und sorgfältiger gezeichnet und geschnitten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen den in Gegensatz zum RW stimmen alle Maße und alle Kanten sind diesmal sauber geschnitten und gerade. Beim RW habe ich mir beim ausschneiden  sämtliche Maße zerstört.


15.03.2016: Kleinteile für das Fahrzeug

Heute habe ich einige Kleinteile angefertigt und bearbeitet die zu den Fahrzeugen selbst gehören. Aus 0,5er Plastikplatte entstanden die Verkleidungen von den hinteren Radkästen und die Blenden um den Übergang von Führerhaus zu Aufbau fließender zu Gestalten. Auch den MAN- Kühlergrill habe ich selbst geschnitten um ihn, wie alle anderen, grau lackieren zu können. Die Dächer wurden Gebohrt um später die Funkantenne fest zu stecken. Die schwarze Antenne und die Hornanlage wurden bearbeitet um sie später kleben zu können und ich habe aus den Blaulichtern des 1996er Fahrzeugs 3880 und den Blaulichtern des 2002er Feuerwehrsmarts die Heckblaulichter gebaut.


28.03.2016: Ausrüstung fast fertig

Jetzt konnten auch endlich die Power- Moons gebaut werden. Sie bestehen aus ein wenig Kunststoffrohr und einem, zur Hälfte lackierten, Tischtennisball. Die Kabel natürlich wie gewohnt aus gewachster Baumwollschnur. Auch die beiden Multi- Cuts sind entstanden und die Gully- Eier. Die Gully- Eier bestehen aus dem oberen Teil eines Feuerlöschers und einem Gehörschutzstöpsel. Jetzt geht es langsam in die warme Phase über. der nächste große Beitrag mit vielen Bildern erscheint wenn in schätzungsweise einer Woche wieder Lackierwetter ist. Die Ausrüstung wird dann größtenteils fertig werden. Ob ich auch die Aufbauten lacke entscheidet die Wetterstabilität.


15.04.2016: Das Lackierwetter ist da

Da ich nun endlich einige Teile lackieren konnte wurde einiges an Ausrüstung nun komplett fertig gestellt. Alle Atemluftflaschen sind orange geworden und so konnten alle 14 Atemschutzgeräte fertig zusammengebaut werden. Auch die Schleifkorbtragen wurden vom serienmäßigen gelb in das realistischere orange umgefärbt. Die Rollladen sind Anthrazit geworden und die Elektrolüfter rot. Hier konnte dann auch ein Motor angebracht werden. Die vier Hydraulikaggregate sind zur Hälfte fertig da hier der untere Teil noch Anthrazit werden muss. Die Druckluftmembranpumpen habe ich doch nicht lackiert sondern so gelassen wie sie sind das sieht auch gut aus. Di Aufbauten waren in der Spülmaschine und sind somit fertig zum lackieren. Bautechnisch sind eigentlich nur die 2 Teleskoprettungszylinder pro Fahrzeug zu nennen. Der kurze soll einen halben Meter lang sein und der große 1,20m aber das kommt nicht ganz hin da der große bereits so lang ist wie eine Figur hoch. Als nächsten Schritt werde ich die Anbauteile des Führerhauses machen (Schäkel, Hornanlage,...)


18.04.2016: Lackierung fortgesetzt

Jetzt sind die letzten Teile die ich schon fertig hatte nun auch lackiert. Die Stromerzeuger haben ein realistischeres Gelb bekommen und die Hydraulikaggregate hab ich auch nochmal umgefärbt da das Leuchtgelb doch so toll jetzt nicht ausgesehen hat. Auch die Rettungszylinder wurden heute lackiert. Was hier jetzt noch fehlt sind die Zylinderspitzen vorne und hinten und der Anschluss. Mit den HLF wird jetzt auch etwas einführen was ich schon die ganze Zeit vor habe: Neongelbe Helme. Zu guter Letzt sind noch die Hydroschilder zu nennen die heute Farbe bekamen. Jetzt werde ich wirklich wieder ans Fahrzeug gehen das bis Freitag alle Anbauteile fertig sind und am WE die Aufbauten lackiert werden können. Dann geht's endlich an den Innenausbau...wenn das Wetter stabil bleibt.


23.04.2016: Vorbereitung der Aufbauten

Nachdem die hydraulischen Rettungsgeräte fertig gestellt wurden ging es jetzt darum die Aufbauten für die Lackierung vorzubereiten. Die Heckkisten wurden geschliffen und angeklebt. Danach habe ich noch ein Loch in die Kiste und durch die Aufbauwand hindurch gebohrt; hier wird später dann der Stromschnellangriff durchgeführt. Die Heckabschlussleisten habe ich aus 7,5mm Kunststoffstäben gemacht in dem ich oben und unten einen Winkel reingesägt habe und Löcher für die Rücklichter gebohrt habe. Die Legoteile die später Rücklichter werden lassen sich so ganz einfach aufstecken. Eigentlich wollte ich heute die Aufbauten lackieren aber es regnet in Strömen...


02.05.2016: Etappensieg

Nachdem ich eine Woche warten musste ist das Wetter nun endlich stabil genug um auch größere Lackierprojekte in Angriff zu nehmen und so konnte am ersten Tag der Aufbau grundiert und lackiert werden und am zweiten Tag dieses Wochenendes konnte ich noch Kleinteile machen und ein Großteil der Teile am lackierten Fahrzeug ankleben. Jetzt fehlen am Führerhaus nur noch Kleinteile und am Heck die Verrohrung mit den Haspelaufnahmen. Als zwei große Bauabschnitte sind noch Dach und Innenausbau zu nennen. Was auch neu ist sind die Klips an den Jacken der Truppführer und an den Fahrzeugführerwesten. Sie dienen als Funkgerätetasche.


14.06.2016: Das Heck + Haspeln

Nachdem die Ausstellung vorbei ist und ich zum Tagesgeschäft zurück gekehrt bin habe ich mich die letzten zwei Tage mit der Schlingmann- Verrohrung am Heck der Fahrzeuge beschäftigt. Da an die Druckabgänge die Haspelaufnahmen befestigt sind war das natürlich auch Thema. Um die Haspeln selbst habe ich mich auch gekümmert. Wenn die Haspeln weiß lackiert sind  ist als nächster Schritt dann ein Termin bei "Tigger Rettung" zum bekleben der Fahrzeuge.


23.06.2016: Haspeln, Heck und Innenleben

Die letzten Tage habe ich Gas gegeben da ich das ehrgeizige Ziel verfolge die Fahrzeuge fertig zu haben wenn es am 02.07. zum Björn zum Bekleben geht. So habe ich die Haspeln noch lackiert und mit roten Zierstreifen beklebt und in vier Tagen den gesamten Innenausbau aufgezeichnet, ausgeschnitten, geklebt und lackiert. Der nächste Bauabschnitt heißt dann Dach. Außerdem fehlen noch die Bordwandklappen und ein wenig Kleinkram bei der Ausrüstung. Morgen werden dann noch die ganzen Schlitten lackiert auf denen die Ausrüstung lagert. Dann geht's ans Dach.


01.07.2016: Leiterentnahmehilfen

Schließlich und Schlussendlich habe ich noch die Leiterentnahmehilfen gebaut und montiert, welche der Grund sind warum ich auf die Dachaufstiegsleiter verzichten kann.  Jetzt sind sie verpackt denn morgen geht es zu Björn fürs bekleben und anschließend wird wohl durch einen Einsatz die Endabnahme erfolgen. Dann werde ich noch das ein oder andere Nacharbeiten, die Blenden zwischen Führerhaus und Aufbau kleben und die Ausrüstung vervollständigen da das Sprungpolster, das Schutzdeckenset und die Faltwannen des GAMSplus- Satzes immer noch fehlen. Außerdem noch ein paar Details im Mannschaftsraum wie z.B. eine Ladestation für Wärmebildkamera oder Handlampen.


04.07.2016: Endlich Beklebt

Vor zwei Tagen ging es dann endlich zu Björn zum Bekleben der Fahrzeuge. Dort wurde dann auch mittels zweier Einsätze die Endabnahme durchgeführt und dabei kam eine kleine Mängelliste zusammen. Diese werde ich noch beheben und die Ausrüstung vervollständigen und dann können sie endlich final übergeben werden.


06.07.2016: Details

Heute ging es um einen Teil der, noch fehlenden, Ausrüstung. Aus einer Einkaufstüte habe ich ein Tasche für ein Sprungpolster SP16 gebaut. Die zwei seitlichen Zurrschnüre bestehen aus gewachster Baumwollschnur die ich mit einer Nähnadel eingenäht habe. Die zwei Bänder die die Tasche zuhalten sind aus Klett. Noch ist kein Sprungpolster in der Tasche sondern nur ein gefaltetes Blatt Küchenrolle. Auch der automatische externe Defibrillator (AED) ist fertig. Ich habe eine oberkörperfreie Figur bestellt. Auf ihr sind die Klebepads permanent aufgeklebt. Sollte der AED eingesetzt werden wird die verletzte Figur durch diese ausgetauscht. Die Kabel lassen sich dann im Koffer befestigen. Ein älteres Detail das ich aber noch nicht vorgestellt habe ist das Paket mit den Infektionsschutzhandschuhen. Es besteht aus eine blauen Box und einem Stück Luftballon. Neu hingegen ist der Klip unter der Heckbox: An Ihm soll der Maschinist die Atemschutzüberwachung aufhängen können. Auch die Leiterentnahmehilfen habe ich bearbeitet: Bereits drei Tage nach Fertigstellung war jeder Schlitten mindestens einmal nachgeklebt worden da die kleinen weißen Bügel nicht stabil genug waren. Die zwei die sich an jedem Schlitten befanden sind durch einen großen, durchgehenden ersetzt worden. Als letzter Punkt ist die Fertigstellung des Mannschaftsraums zu nennen. Hier wurden Halterungen für Funk, WBK und Handlampen zwischen den Sitzplätzen eingebaut. Auch eine Halterung für die Fahrzeugfernsteuerung wurde im Himmel des Führerhauses geschaffen.


15.08.2016: weitere kleine Details

Nach langer Pause mal wieder eine Kleinigkeit von den HLF. Ich habe ein organgenes Kabel im G4 verlegt, dass permanent am Stromerzeuger angeschlossen ist. Es soll die Stromversorgung von Stromschnellangriff und Lichtmast sicher stellen. Außerdem wurden endlich die Blenden geklebt die den Übergang von Führerhaus auf Aufbau etwas runder gestalten. Zu guter Letzt habe ich noch die hässlichen Kunststoffkeile vom Rüstholz verbannt und sie durch selbst geschnittene Holzkeile  ersetzt.


18.08.2016: noch mehr Kleinkram

Heute ging es wieder um ein paar Details. Ich habe die Säbelsäge ein wenig abgeändert. Sie besteht aus einem Haarfön mit einem Kabel und einem Stück Dekupiersägeblatt. Das Sägeblatt war vorher nur aufgeklebt. sah nicht gut aus und hielt auch nicht. Jetzt ist vorne ein Stück abgesägt und ein 1mm Loch reingebohrt in dass das Sägeblatt jetzt eingeklebt ist. Außerdem habe ich mich um die Darstellung der Faltsignale gekümmert. Die ganz normalen Playmobil- Warndreiecke sind jetzt in die Zubehörbox gewandert und auf der Verkehrshaspel selbst habe ich zwei Lackfolierollen dabei. Setze ich jetzt die Faltsignale ein werden die Lackfolierollen in die Zubehörkiste gelegt und die PM- Warndreiecke rausgeholt. Im Prinzip das selbe wie bei den leichten CSA. Da ist ja auch nur die Verpackung auf dem Fahrzeug dargestellt. Auch eine Reparaturarbeit wurde durchgeführt da ich große Probleme mit den Scharnieren der Bordwandklappe am G1 des HLF2 hatte. Hier musste die ganze Klappe ausgetauscht werden. Schließlich wurden heute auch die Lichtmasten gehaltert und die Platte zum aufstecken des Gestänges auf das Dach geklebt. Jetzt fehlen nur noch die leichten CSA, die faltbaren Auffangwannen und die Verpackung des PowerMoons dann ist es endlich geschafft. 


28.08.2016: Fertig!

Schließlich und schlussendlich habe ich noch die faltbare Auffangwanne und die Power- Moon- Verpackung gebastelt und kann behaupten die Fahrzeuge nun endlich fertig zu haben. Ich habe zwar die CSA- Figuren noch nicht grau lackiert aber die gehören ja auch nicht direkt zum Fahrzeug. Die Power-Moon- Verpackung besteht aus einer blauen Röhre mit Griff die im Fahrzeug lagert während der aufgebaute Moon aus einem Tischtennisball in der Zubehörkiste liegt. Die Wannen sind aus einem Müllsack ausgeschnitten und sogar nahezu wasserdicht.


Abschließendes Resümee

Nun, nach 15 Monaten, ist es endlich geschafft: Die Zwillings- HLF wurden fertig gestellt und in Dienst genommen. Wenn ich heute so darüber nachdenke habe ich ein Projekt abgeschlossen das schon 2012 begann denn wer mich länger kennt erinnert sich bestimmt noch an den gescheiterten Versuch der zwei AT3- HLF 30. Damals habe ich das eine nicht mal fertig gebaut und das andere wurde zweimal überarbeitet und schließlich doch außer Dienst genommen. Bei den beiden Fahrgestellen der Zwillings- HLF handelt es sich sogar um exakt die beiden die ich damals für das AT3 HLF 30 Projekt gekauft habe. Alles in allem bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die lange Planung von 6 Monaten hat sich gelohnt und wenn ich heute lese was ich hier geschrieben hab kann ich behaupten das die Fahrzeuge auch wirklich so geworden sind wie ich sie wollte. Ohne Abstriche ! Das ist bis jetzt noch nie vorgekommen. Auch in der Qualität merkt man wie viel Zeit ich mir genommen habe wenn man ein HLF neben den RW- Rohbau stellt. Ich habe aus den Fehlern beim RW gelernt und sie bei den HLF nicht mehr gemacht. Die Entscheidung das der RW ganz neu gebaut wird fiel auch erst als ich sah, wie sich die HLF entwickeln denn zwischenzeitlich hatte ich schon ein wenig Angst dieses Projekt genau so in den Sand zu setzen. Die HLF selbst geben derzeit den Maßstab an Detailgetreue und Qualität im gesamten Fuhrpark an und obwohl ich damals vom RW dachte, er würde mein Meisterstück werden, sind es schließlich doch die HLF geworden. Und so möchte ich hiermit das Bautagebuch "HLF 20 mal Zwei" abschließen und das Projekt für beendet erklären.

das alte AT3- HLF
das alte AT3- HLF
eines der neuen HLF
eines der neuen HLF